Film als multimodales Phänomen und Synkretismus

Bewegtbilder 2012. Film als multimodales Phänomen und Synkretismus.

Grenzt man das filmische Bewegungsbild von statischen Bildkonzepten ab, dann zeigt es sich im weitesten Sinne als ein intermediales, multimodales und multicodales Repräsentationssystem. Dieses System kann innerhalb verschiedener Dimensionen unterschiedlich codierte visuelle und auditive Bedeutungssysteme enthalten und innerhalb einer technischen, wahrnehmungstheoretischen und kontextuell-narrativen Dimension analysiert werden. Der besondere Aktions- und Wirkungsradius, der das filmische Werk auszeichnet, verweist auf ein komplexes System von Sinn- und Bedeutungsbezügen, die gleichermaßen von materialen Eigenschaften, variablen modalen und semiotischen Codierungen, perzeptiven Strukturen und rezeptiven Bedingungen abhängig sind.

Es ist die multimodale Struktur des filmischen Bildes, der man besondere Aufmerksamkeit widmen muss, um die synkretistische Tiefendimension der filmischen Bildwirkung adäquat beschreiben zu können (d.h. die Verschmelzung heterogener Momente auf den unterschiedlichen Ebenen der filmischen Gestaltung).

Freitag, 07. Dezember 2012: Jacobus Bracker (Hamburg): „Antike Bildschemata als Signifikanten kultureller Einheiten im Film“

Filmbildwissenschaftliche Tagung in Kiel | 6.-7. Dezember 2012 | Weitere Informationen