Matta. Fiktionen

Matta. Fiktionen

Roberto Matta (1911–2002) zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts, seine Werke sind weltweit in Museen vertreten. Der in Chile geborene Künstler stand in engem Austausch mit Surrealisten wie Dalí, André Breton und Marcel Duchamp, mit denen er seit 1938 ausstellte. Als Architekt ausgebildet, entwickelte Matta im Pariser Atelier von Le Corbusier seine Idee der Beziehung des Raums zum Menschen. In seinen Gemälden schuf er Fiktionsräume, die mit Elementen wissenschaftlicher Bildsprache emotionale Erfahrungen aufrufen. In den 40er Jahren, als Matta sich im Exil in New York befand, nahm er wesentliche Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus vorweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg reflektierten seine Maschinenmenschen das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen. Die überwältigend großformatigen Gemälde ziehen die Betrachter suggestiv an. Ihre phantastischen Sphären erinnern an Science-Fiction und Computerspiele.

22. September 2012 – 6. Januar 2013 | Bucerius Kunstforum | Weitere Informationen!