DISPLAY | DISPOSITIV

DISPLAY | DISPOSITIV. ÄSTHETISCHE ORDNUNGEN

Displays formieren das Betrachten neu: Sie vervielfältigen
räumlich-mediale Rahmungen und bringen mehrere Bildfelder in
Konstellation. Dabei geben sie seismographisch Aufschluss über
sichtbare mediale Umbrüche sowie verdeckte Ordnungen von Macht und
Gesellschaft. Als Architekturen des Zeigens in der Konvergenz von
Projektion, Installation und Ausstellung werden Displays nicht nur im
Raum wirksam, sondern gehen in ihrer ästhetischen Anordnung über die
einzelnen Medien hinaus: Das so geschaffene Dispositiv bildet ebenfalls
transmediale und (trans)kulturelle Perspektiven aus. Auf welche Weise
aber verschränken sich solche Displays mit Dispositiven der
Betrachtung, die ihrerseits als apparative Gefüge mediatisierter
Wahrnehmung zu verstehen sind? Diese Fragen werden im Rahmen der
Internationalen Konferenz des DFG-Forschungsprojekts „Reflexionsräume
kinematographischer Ästhetik“ in sechs Sektionen in einer erweiterten
Perspektive von Kunsthistorikern, Medien- und Kulturwissenschaftlern
diskutiert: Die Höhle als primordiales kinematographisches Dispositiv
kommt dabei ebenso in Betracht wie die Stadt als Dispositiv,
Motel-Architekturen und mobile Endgeräte. Den Ausgangs- und
Referenzpunkt bilden immer wieder kinematographische Installationen der
Gegenwartskunst, für die das Zusammenspiel von Display und Dispositiv
in besonderer Weise konstitutiv ist. Denn sie zeigen exemplarisch auf,
wie sich verräumlichte Bewegtbild-Projektionen und ihre multiplen
Screens mit den rahmenden und kulturellen Bedingungen des Ausstellens
verbinden.

Universität zu Köln, 10. – 12. Mai 2012
Anmeldeschluss: 08.05.2012

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