Kunstgeschichte in den besetzten Gebieten 1939 –1945

Kunstgeschichte in den besetzten Gebieten 1939 –1945

Internationale Tagung 27. – 29. April 2012, veranstaltet vom GWZO Leipzig und dem Fachgebiet Kunstgeschichte der TU Berlin

Reflektiert die deutsche Kunstgeschichte ihre Stellung im „Dritten Reich“, tut sie dies vornehmlich aus deutscher Perspektive, indem sie die Übernahme von Lehrstühlen und Ämtern, die Gründung neuer Institute und die Aktionen des organisierten Kunstraubs ins Zentrum der Diskussion rückt. Die Tagung möchte diesen Blickwinkel erweitern und unter transnationalen Gesichtspunkten die Rolle des Faches während des Zweiten Weltkriegs in den Ländern, die von deutschen Truppen besetzt waren, analysieren.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturpolitischen Rahmenbedingungen wird vergleichend nach Diskursen und Forschungsstrategien sowie den Folgen für die praktische Tätigkeit an Museen, in der Denkmalpflege und im „Kunstschutz“ gefragt. Welche Prozesse der Umstrukturierung, Neuorientierung, Anpassung oder Auflösung waren in den verschiedenen Ländern zu beobachten? Welche Wissenschaftler und fachwissenschaftliche Positionen konnten sich an öffentlichen Kultureinrichtungen etablieren? Welche Handlungsmuster und Netzwerke sind dabei zu erkennen? Und nicht zuletzt: Wie wirkten Okkupationen und Annexionen auf die reichsdeutsche Kunstgeschichte zurück?

Weitere Informationen:
http://arthist.net/archive/3059