Kulturen des Affektiven

Kulturen des Affektiven. Die Künste im Spannungsfeld von religiösem Erleben und ästhetischer Wahrnehmung in der Frühen Neuzeit

13. April 2012, Berlin

Studientag für Nachwuchswissenschaftler

Als eine Zeit der Umbrüche, Verwerfungen und Rückbezüge stellt sich die Frühe Neuzeit als eine Epoche dar, in deren Verlauf sich theologische Leitlinien immer wieder verschieben und sich ein hohes Bewusstsein für die Möglichkeiten der Künste etabliert, in die Gestaltung affektiven Erlebens religiöser Inhalte einzugreifen. So formiert sich in weiten Bereichen konfessionell differenzierter Frömmigkeitskulturen eine zunehmende Bereitschaft, religiöse Erfahrung auf eine enge Weise an den Begriff des Affektes rückzubinden. Auf ein emotionales, am eigenen Leibe spürbares Erfahren des Heiligen und des Göttlichen ausgerichtet, wird dem Affektiven eine besondere Erkenntnismodalität zugeschrieben, durch die es letztlich den Status eines Mittlers zwischen der Immanenz subjektiv-leiblichen Erlebens und transzendenten Erfahrungsqualitäten erhält.

Weitere Informationen:
http://arthist.net/archive/2971